Inhalt

Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager hat der vierzehnjährige Ali Messalam (Neil Belakhdar) von klein auf gelernt, "die Juden" zu hassen. Nach der gemeinsamen Flucht mit seiner Familie aus dem Libanon gelangt er schließlich nach Berlin Kreuzberg. Hier sucht Ali Anschluss bei den arabischen Jugendlichen im Kiez. Doch dafür muss er erst beweisen, was er drauf hat. Er soll als Mutprobe in die Wohnung seines jüdisch-russischen Nachbarn Alexander (Ryszard Ronczewski) einbrechen. Die Jugendlichen folgen Ali und verwüsten im Exzess die Wohnung des alten Mannes. Doch nur Ali wird von dem vorzeitig zurückkehrenden Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, bleibt ihm nur eine einzige Chance: Ali muss sich dem verhassten Feind annähern und ihn um Unterstützung bitten…

CAST

ALEXANDER Ryszard Ronczewski, ALI Neil Belakhdar, WALID Neil Malik Abdullah, MOUNA Sanam Afrashteh, MAHMOUD Kida Khodr Ramadan, YOUNES Younes Hussein Ramadan, ISJA Heinz W. Krückeberg, SCHWESTER SABINE Anna Böttcher, BILAL Cemal Subasi, MOMO Faruk Fakhro, HASSAN Khader Issa, OMAR Anis Ramid, RASHID Nassiem Nassar, FATIMAH Celine Artuc, YASEMIN Aliya Artuc, SOFIA ENTINA Larisa Khasin, GISELA FRICKE Margret Völker, KOMISSAR DOLL Joachim Nimtz, KOMISSAR JÜRGENS Gode Benedix, AABID SAHAWI Erhan Emre, KOLDNITZER Victor Choulman, KIM Michelle Fischer, STAATSANWALT Stefan Merki, RABBINER Robert Spitz, PETER SCHEPPERD Fritz Roth, JUGENDRICHTERIN Wiebke Puls, TANZLEHRERIN Viktoria Slavina

CREW

REGIE Leo Khasin, DREHBUCH Leo Khasin, KAMERA Mathias Schöningh, TON Thorsten Bolzé, SCHNITT Horst Reiter, SZENENBILD Maximilian Lange, SZENENBILD BERLIN Olivier Meidinger, FILM-MUSIK Fabian Römer & Dieter Schleip, KOSTÜM Tina Keimel-Sorge, PRODUKTIONSLEITUNG Anett Grünbeck, PRODUKTION SiMa Film Sigrid und Martin Bach GbR, KO-PRODUKTION WDR, Lucia Keuter und Jochen M. Randig BR, Birgit Metz arte, Georg Steinert, PRODUZENT Martin Bach

DAS KADDISCH

„Itgadal ve itkadash sch’mei raba. Erhoben und geheiligt werde sein großer Name auf der Welt, die nach seinem Willen von ihm erschaffen wurde.“ – Das Kaddisch ist eines der bekanntesten und wichtigsten Gebete im Judentum. Ursprünglich zur Heiligung des göttlichen Namens gesprochen, ist es über Generationen zum Gebet geworden, das in Erinnerung an fortgegangene Seelen gesagt wird. Es wird nach dem Tod vom nächsten männlichen Angehörigen gesprochen. – Quelle: Leo Khasin

Die Idee zu dem Stoff entstand schon früh

„Meine Helden sind zwei alte Vertraute aus der Zeit, als ich noch als Zahnarzt praktizierte. Meine Patienten waren die, von denen ich heute erzähle, ein bunter Haufen aus aller Herren Länder, unter ihnen die in Berlin gestrandeten sentimentalen russischen Juden und die lautstarken Araber. Ich machte mir zahlreiche Gedanken über die beiden Gruppen, die in dem Viertel Tür an Tür wohnten und dennoch keine Berührungspunkte hatten, bis mir eine Situation den Impuls zu meiner Geschichte gab: Im Wartezimmer saßen meine letzten beiden Patienten, ein libanesischer Junge und ein alter russischer Jude. Sie saßen da, jeder mit sich beschäftigt, bis ich den Raum betrat und den Jungen in mein Sprechzimmer bat. Er wurde auf der Stelle bleich, da er größte Angst vor der Behandlung hatte, aber es war niemand da, der ihm hätte Beistand leisten können, nur der alte Mann, der den verunsicherten Blick des Jungen kreuzte und mit einem wohlwollenden Zunicken die erste Angst nahm. Die Geburt meiner Helden, zweier ungleicher Freunde, die dazu bestimmt sind, die Kluft der Kulturen zu überwinden...“

Dienstag 13.03.2012 - Publikumspremiere München - Monopol - Filmbeginn 20.45 Uhr
www.monopol-kino.de
Mittwoch 14.03.2012 -Publikumspremiere Berlin - Eiszeit - Filmbeginn 19.00 Uhr
www.eiszeitkino.de
Freitag 16.03.2012 - Hamburg - 3001 - Filmbeginn 20.00 Uhr
www.3001-kino.de
Samstag 17.03.2012 - Ahlen - Cinema Ahlen - Filmbeginn 14.30 Uhr
www.cinemahlen.de
Samstag 17.03.2012 - Recklinghausen/ Kirchliches Filmfest - Cineworld - Filmbeginn 20.00 Uhr
www.cineworld-recklinghausen.de
Sonntag 18.03.2012 - Köln - Filmhaus - Filmbeginn 12.00 Uhr
www.filmhauskoeln.de
Sonntag 18.03.2012 - Freiburg - Friedrichsbaus - Filmbeginn 18:45
www.friedrichsbau-kino.de
Montag 19.03.2012 - Augsburg - folgt - folgt
folgt
Dienstag 20.03.2012 - Bamberg - Lichtspiel - Filmbeginn 16.10 Uhr
www.lichtspielkino.de
Dienstag 20.03.2012 - Nürnberg - Casablanca  - Filmbeginn 20.00 Uhr
www.casablanca-nuernberg.de

Presse

„Ein unaufdringlicher, leise erzählter Film, dessen Versöhnungsbotschaft den Zuschauer umso nachhaltiger berührt.“ (Cinema)

„Sensibel und lebendig erzählt…“ (TV Spielfilm)

„Die Botschaft von Leo Khasins Film KADDISCH FÜR EINEN FREUND ist, dass Menschlichkeit – selbst in einem fremden Land – über Hass triumphieren kann.“ (The Jewish Voice of Germany)

„Eine transkulturelle Berliner Geschichte, in der zwei vom Kriegsschicksal betroffene Menschen, mit viel Humor zueinander finden und durch ihre zwischenmenschlichen Beziehung ihr Umfeld beeinflussen. Ein Film gegen Menschenfeindlichkeit im lokalen und globalen Kontext.“ (Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftrage Tempelhof-Schöneberg von Berlin)

Schule

Unterrichtsbegleitendes Schulmaterial steht Ihnen hier als Pdf zum kostenfreien Download zur Verfügung.

„Ein Musterbeispiel für einen gelungenen Dialog zwischen den Generationen jenseits religiöser und kultureller Schranken.“  Vision Kino FilmTipp

„Mit seiner ruhigen Erzählweise schafft es der Film vor dem Hintergrund eines globalen Konflikts Schuld und Vergebung im Mikrokosmos einer kleinen zwischenmenschlichen Begegnung zu thematisieren.“ (aus dem Gutachten der deutschen Film- und Medienbewertung)

KADDISCH FÜR EINEN FREUND wurde für den Einsatz im Schulunterricht von Vision Kino empfohlen!
Den Filmtipp können Sie sich hier als Pdf herunterladen.